130 Einsatzkräfte proben für den Ernstfall
Rund 130 ehrenamtliche Einsatzkräfte aus Mittelfranken übten bei Greding den Ernstfall: Anlass war eine Großübung der Medizinischen Task Force 50 (MTF), einer vom Bund aufgestellten, standardisierten Katastrophenschutzeinheit.
Mitte Oktober versammelten sich gegen 08:00 Uhr rund 130 ehrenamtliche Einsatzkräfte aus ganz Mittelfranken in der Nähe von Greding. Mit dabei waren Helfende des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), der Johanniter, des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) und des Malteser Hilfsdienstes. Anlass war eine Großübung der Medizinischen Task Force 50 (MTF), einer vom Bund aufgestellten, standardisierten Katastrophenschutzeinheit, die in Mittelfanken stationiert ist. Das Besondere: Die Einheit wird ausschließlich ehrenamtlich von mehreren Hilfsorganisationen gemeinsam getragen.
Vom Sammelraum in den Einsatzraum
Nach der Registrierung im Sammelraum besprachen die Teilnehmenden den Ablauf des Übungseinsatzes. Im Anschluss wurde die Einheit im geschlossenen Verband in den vorgesehenen Einsatzraum verlegt. Dort erhielten sie eine Einweisung durch die Übungsleitung und übernahmen verschiedene Einsatzaufträge. Geübt wurden unter anderem der Aufbau eines Behandlungsplatzes nach dem MTF Konzept des Bundes sowie das Führen des Versorgungsnachweises. Dabei kommt es vor allem auf die genaue Sichtung, Erfassung und Kennzeichnung von verletzten Personen an.
Spezialisiert für den Ernstfall
Die MTF ist auf schwere Schadenslagen ausgelegt. Am Behandlungsplatz kann eine Vielzahl von Verletzten medizinisch versorgt werden. Hinzu kommt die Spezialisierung auf Dekontamination bei chemischen, biologischen, radiologischen und nuklearen Gefahrenlagen (CBRN). Auch Patiententransport, eigene Logistik und Führung zählen zu den Aufgaben. Zum Einsatz kommt die Einheit bei überörtlichen Schadenslagen, im Zivilschutz oder bei einem Massenanfall von Verletzten (MANV).
Zusammenarbeit über Organisationsgrenzen hinweg
Beteiligt waren Einsatzkräfte aus 13 Ortsverbänden, darunter die Verbände des ASB Erlangen und Nürnberg, das BRK aus Ansbach, Eichstätt, Erlangen, Fürth, Hersbruck, Höchstadt, Neustadt, Nürnberg und Weißenburg, die Johanniter aus Nürnberg und Schwabach, sowie die Malteser aus Nürnberg. Die Führung des Verbandes teilten sich Michael Seitz von den Johannitern und Andreas Dommer vom BRK Nürnberg. Die Übung erfolgte unter Beobachtung der Regierung von Mittelfranken, der bayerischen Polizei und Vertretern der genannten Hilfsorganisationen.
„Das Ziel der gemeinsamen Großübung war es, die Zusammenarbeit der Organisationen zu stärken und die Abläufe für den Ernstfall zu festigen“, verrät Verbandführer Seitz. Die Übung hat gezeigt, dass die Zusammenarbeit aller beteiligten Hilfsorganisationen reibungslos funktioniert. Die MTF aus Mittelfranken sieht sich für die Aufgaben des Bundes hinsichtlich medizinischer Vorsorge im Rahmen von Zivil- oder Katastrophenschutzaufgaben gut vorbereitet.